Archiv der Kategorie: Münchner Tram

Gleissanierung am Stachus

Durch eine umfassende Gleissanierung am Stachus, welche von Pfingsten bis nach die Sommerferien dauert, entsteht eine neue Betriebssituation in München. Mehrere Tramlinien werden verkürzt oder mit anderen Linien verbunden. Als wohl besondersteste Änderung ist die Baustellenlinie 38 zu nennen, welche aus den Linien 18 und 22 resultiert. Sie verbinnet den Effnerplatz bzw. in der HVZ St.Emmeram über die nördliche Innenstadtstrecke (Maximilianstraße) mit der Münchner Hochschule. Aufgrund der Baustellenlinie entfällt die Haltestelle Mariannenplatz ersatzlos.

Trambahnwagen 2104 als Linie 38 zur Hochschule München steht am Maxmonument und vollzieht gerade den Fahrgastwechsel, wenn dieser abgeschlossen ist, wird auf die Maximillianstraße eingebogen
  Außerdem werden die Linien 20/21, welche derzeit wegen Fugensanierungen nicht am Westfriedhof halten, sonder ohne Halt über ein Behelfsgleis in der Hanauer Straße fahren oder in drei Zügen an der Borstei wenden, mit den Linien 27/28 verbunden. Die Linien 16 und 17 werden in zwei Teile geteilt. Die Ostabschnitte der Linien wenden beide am Sendlinger Tor. Der Westteil der Linie 16 wird mit der restlichen Linie 18 verbunden. Die Linie 17 wendet im Wendedreieck in der Nähe der Hermann-Ling-Straße. Als Besonderheit wird der Metrobus 52 vom Sendlinger Tor zum Stachus verlängert. 

Entfallene Haltestelle Mariannenplatz
 Nicht betroffen von diesen Änderungen sind die Tramlinien 12, 15/25, 19, 23.  

   

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Hier jetzt auch ein paar Fotos des morgigen Einsatzkurses

 

Der Kurs 18-33 bei der Einfahrt in die Haltestelle Paradiesstraße
  
Wie planmäßig wird ein P-Wagen eingesetzt
  
Alle Schüler an der Haltestelle Paradiesstraße aufgenommen und weiter gehts
  
Der Einsatzkurs strebt seinem Ziel entgegen… Nächste Haltestelle Tivolistraße… Hier steigen alle Schüler aus
 

Seit ca. 30 Jahren wieder ein Einsatzkurs

Seit Montag fährt seit ungefähr 30 Jahren erstmals wieder ein Schülereinsatzkurs. Dieser verkehrt auf der Linie 18. Er rückt um 7:35 an der Einsteinstraße aus, fährt dann über den Max-Weber-Platz und dem Gasteig zum Isartor und setzt dort um 7:45 in seinen Kurs ein. Vom Isartor verkehrt er dann auf dem üblichen Linienweg zum Effnerplatz. Dort wird um 7:58 gewendet und dann rückt der Straßenbahnwagen wieder über den Linienweg der Linie 16 in den Betriebshof 2 ein. Ankunft an der Einsteinstraße um 8:11. Der Einsatzkurs firmiert unter der Nummer 18-33 und wird von einem P-Wagen gefahren. 

Ein P-Wagen wird jetzt auch die morgigen Einsatzzüge auf der 18 fahren – Hier ein P-Wagen der Linie 28 in der Brunnenschleife am Sendlinger Tor
 Der Grund dieses Einsatzkurses ist die Renovierung des Wilhelms-Gymnasium, welches zur Zeit an der Tivolistraße in Containern untergebracht ist.

Seit Samstag fährt die Christkindl-Tram wieder!

Seit diesem Samstag fährt wieder der M4-Zug seine gewohnte Runde vom Sendlinger Tor über das Maxmonument und die Theatinerstraße und wieder zurück zum Sendlinger Tor. Die Möglichkeit zur einer Fahrt bietet sich noch von erstem Advent bis einschließlich 23. Dezember. 

Heckschuss hier auf den Beiwagen des M-Gespanns hier unterwegs als Fahrschule in der Paradiesstraße

Es gibt natürlich wieder Glühwein und weihnachtliche Köstlichkeiten.

 

Avenio darf bleiben – 6 C1-Züge müssen aufs Abstellgleis

Die 8 Avenios von Siemens die schon seit letztem Jahr im Münchner Tramnetz unterwegs sind dürfen jetzt endlich unbefristet im MVG-Netz verkehren. Doch beschränkt sich die Zulassung zur Zeit wie bei den älteren Variobahnen auf bestimmte Strecken. Beim T-Wagen sind dies die Linie 19, die Südstrecke (um die Altstadt herum sowie die Strecken zu den Betreibswerkstätten. 

Avenio 2804 am Maxmonumemt auf der Linie 19 richtung St.-Veit-Straße

6 Wagenzüge des U-Bahntyps C1 mussten am Wochenende wegen einer im Kupplungsbereich falsch montierten Schraube abgestellt werden. 

Am Montag blieb auf der U6 ein C1-Zug liegen. Beim Abschlepp-Schiebevorgang vom nachfolgenden Wagen riss die Kupplung zwischen den beiden Wagenhälften des C1. Auf Grund dieses Vorgangs lies die MVG erstmal vorsorglich alle betroffenen C1-Einheiten aus dem Verkehr ziehen. 

Die Wagenknappheit durch die noch nicht zugelassenen C2-Züge verstärkt sich jetzt wahrscheinlich noch mehr.

 

Siemens gewinnt Ausschreibung

Das Münchner Unternehmen Siemens hat die Ausschreibung der MVG über 22 Triebzüge gewonnen. Es sollen jeweils 9 zwei- und 9 dreiteilige sowie 4 vierteilige Einheiten geliefert werden. Die 22 gebauten Trambahnwagen werden vom, im Netz bewährten, Typ Avenio sein. Der Auftrag der MVG beinhaltet eine Option von weiteren 124 Zügen. Diese können dann als zwei- bis fünfteilige Einheiten geliefert werden.   

Die 8 schon im Fahrgasteinsatz erprobten Avenios haben sich gut bewährt
  Das Einsatzgebiet der neuen Avenios werden die Linien 20 und 21 sein.

Genaueres findet ihr unter der Pressemeldung der SWM/MVG

Avenio wieder auf dem Abstellgleis

Seit dem 1.August bleiben alle acht Avenios wieder im Betriebshof Einsteinstraße.  

Avenio 2808 als Linie 19 an der Haltestelle Hauptbahnhof Süd noch mit vorläufiger Zulassung
 Die vorläufige befristete Zulassung der Technichen Aufsichtsbehörde (TAB) der bayrischen Landesregierung für die Linie 19 im Fahrgastbetrieb lief am 31.7. aus. Entgegen aller Erwartungen verlängerte die TAB die Zulassung nicht. Somit darf kein Avenio mehr in den Fahrgasteinsatz.

Da derzeit Sommerferien sind, ergibt sich kein Problem aus dem momentanen Fahrzeugengpass. Doch sollten die T-Wagen nach den Sommerferien immer noch keine Zulassung haben, ergebe sich, trotz der ganzen Baustellen im Netz der Straßenbahn, ein Problem um mit den wenigen vorhandenen Fahrzeugen alle Linien voll aufrecht zu erhalten.

Update: Die TAB hat die vorläufige Zulassung zum Ende der Sommerferien noch einmalig verlängert.

Neue Fahrzeuge für das MVG-Museum

Seit letzter Woche kann man den Rangiertriebwagen 2973 im Münchner Trambahnmuseum bewundern. Er ist einer der wenig erhaltenden Rangiertriebwagen der Baureihe G1.8, die aus der Baureihe E entstanden. Als Besonderheit seiner Baureihe besitzt er Eisenbahn Zug- und Stoßeinrichtungen, Puffer und Schraubenkupplung um auf dem DB-Anschlussgleis der Hauptwerkstätte Rangierarbeiten zu erledigen.

Ebenso sind als Überraschung zur 25. Jahrfeier des FMTM e.V. (Freunde des Münchner Trambahnmuseum) und der Gesellschaft für Trambahngeschichte die Triebwagen WB 24 und P1.65 102 nach langjähriger Standzeit im Hannover Trambahnmuseum wieder in München.

Der WB 24 ist einer von weltweit seltenen Bücherei-Trambahnwagen und ging früher als Wanderbücherei auf Tour durch München. Solche Einrichtungen gab es sonst nur in Buderpest und Edminton. Er befindet sich derzeit in einem sehr schlechten Zustand, da er in Hannover sehr lange im Freien stand. In den nächsten Jahren wird er umfangreich renoviert und danach in die Ausstellung im MVG-Museum übernommen.

Der Tatzelwurm 102 ist ein ganz besonderes Fahrzeug. Er ist einer von zwei Triebwagen der Baureihe P1.65. er läutete in München die Ära der Gelenkwagen ein. Sein Aufbau basiert auf den M-Großraumwagen von Rathgeber. Vereinfacht kann man sagen es wurden zwei M-Wagen mit einem schwebenden Mittelteil verbunden. Da sich die beiden Treibwagen im Münchner Netz auf Grund ihrer großen Kurvenradien nicht etablierten, wurden keine weiteren Triebwagen dieser Baureihe hergestellt. Wagen 102 wurde ebenfalls an das Hannover Trambahnmuseum verkauft. Dort verschlechterte sich sein Zustand zunehmend. Doch wurde schon ein Teil, wie das Dach, renoviert. Triebwagen 102 soll nach seiner Restaurierung nicht nur Ausstellungsstück sein, sondern auch fahrfähig aufgearbeitet werden, um später wieder im historischen Fahrgasteinsatz zu stehen.

Defekte Weiche am Sendlinger Tor

Heute morgen um 9 Uhr versursachte die Weiche, die das Gleis 3 der Straßenbahnhaltestelle Sendlinger Tor mit dem westlichen Kurvengleis der Brunnenschleife verbindet, eine kurzzeitige Sperrung der Brunnenschleife. 

 

Davon betroffen waren die Linien 17, die wegen Bauarbeiten am Ostfriedhof nur zwischen Amalienburgstraße und Sendlinger Tor verkehrt, sowie die Tram 27 und die Verstärkerlinie 28.

   
   

Entgleisung in der Barerstraße!

Am vergangenen Freitag um 11:20 ereignete sich eine Beinah-Katastrophe in der Barerstraße. 

R2-Wagen 2170 fuhr planmäßig als Linie 27 in Richtung Innenstadt. Er passierte die Pinakotheken und als der Trambahnwagen die Kreuzung Barer-/Gabelsbergerstraße erreichte, rammte ihn ein Kleintransporter, der aus der Gabelsbergerstraße kam. Den vorderen Teil von 2170 hob es aus den Gleisen und die Straßenbahn fuhr auf Grund ihrer Geschwindigkeit in ein Eckhaus an der Kreuzung.

Glücklicher Weise sind weder Fahrer noch Fahrgäste schwer verletzt. Nur der Fahrer des Kleinwagens erlitt mittlere Verletzungen. 

Der Trambahnzug musste anschließend von zwei Feuerwehrkränen wieder ins Gleis gezogen und gehoben werden. Er wurde danach von „Bergepanzer“ 2950 in den Betriebshof Einsteinstraße geschlepp.

Da R2-Wagen 2170 nicht „redesigned“ ist, ist er wahrscheinlich Totalschaden und wird nicht wieder aufgearbeitet. Stattdessen könnte es sein, dass noch eine Tram mehr, als Ersatz für 2170, in die derzeit laufende Ausschreibung/Bestellung aufgenommen wird.