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Frankfurter S-Bahn steht in den Sommerferien still

In den hessischen Sommerferien wird die Stellwerkstechnik im kompletten Frankfurter Innenstadttunnel der S-Bahn Rhein-Main erneuert. 

 

Schon seit Fahrplanwechsel ist die S-Bahn im Innenstadtbereich nachts gesperrt, um die Signal- und Stellwerkstechnik schrittweise auszuwechseln.

Vom 25. Juli bis zum 25.August werden die Stationen Hauptbahnhof Tief, Taunusanlage, Hauptwache, Konstablerwache, Ostendstraße und Lokalbahnhof gesperrt.

Die Haltestelle Mühlberg ist nur vom 25.7. – 7.8.2015 gesperrt.

Das elektronische Stellwerk am Haupbahnhof wird bis 2018 erneuert. Die momentane Elektrotechnik ist bis zu 50 Jahre alt und ist im Jahre 1978 eröffnet worden. Die Modernisierung ist wichtig um die Anbindung der nordmainischen S-Bahn zu realisieren und dringend notwendig, da die Ersatzteile für das jetzige Stellwerk knapp werden.

24 Züge pro Stunde und Richtung in der Stanmstrecke befördern rund 60 Millionen Fahrgäste pro Tag. Bei sovielen Fahrgästen muss ein ausgeklügelter Ersatzfahrplan her. Die Stadt Frankfurt, der RMV, die VGF und die Deutsche Bahn haben in den letzten Tagen einen, ihrer Meinung nach ausreichenden, Schienenersatzverkehrsplan erstellt. Ob er funktioniert wird, wird sich zeigen. Doch lässt der RMV verlauten, dass er jederzeit auf Engpässe vorbereitet ist und er notfalls seinen Plan anpassen wird.

Im folgenden die Planungen für den SEV: 

 

S1: fährt alle halbe Stunde zwischen Wiesbaden und Rödermark-Ober Roden. Sie wird im Bereich des Stammstreckentunnels über den Südbahnhof nach Offenbach Ost umgeleitet. In Richtung Rödermark ist ein zusätzlicher Halt am Offenbacher Hauptbahnhof eingeplant.

S2: fährt ebenfalls alle 30 Minuten zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Niedernhausen sowie Offenbach-Kaiserlei bzw. Mühlberg nach Dietzenbach. Einzelne Fahrten in Tagesrandlage enden Offenbach Hauptbahnhof.

S3: fährt halbstündlich von der Galluswarte nach Bad Soden. Unverändert verkehrt sie zwischen Darmstadt und Frankfurt-Süd.

S4: fährt von 7 bis 21 Uhr zwischen Kronberg und Galluswarte, sonst endet sie am Hauptbahnhof. Montags bis Samstags gibt es Verstärkerzüge zwischen Frankfurt-Süd und Langen.

S5: alle halbe Stunde zwischen Hauptbahnhof und Friedrichsdorf, plus Verstärkerzügen zwischen Bad Homburg und Frankfurt-Rödelheim

S6: verkehrt alle 30 Minuten zwischen Friedberg und Frankfurt Hauptbahnhof.

S7: ist nicht betroffen von der Tunnelsperrung, da sie diesen planmäßig nicht befährt.

S8: ebenfalls halbstündlich zwischen Frankfurt Hbf und Wiesbaden Hbf. Der Streckenast nach Hanau entfällt.

S9: zwischen Wiesbaden und Frankfurt  sowie zwischen OF-Kaiserlei/F-Mühlberg und Hanau alle 30 Minuten.

U-Bahn und Tram: zusätzlich zu den planmäßigen U- und Trambahnfahrten wird es Verstärkungsfahrten, besonders auf der U4, geben.

Ersatzbus: Es wird zwei Erstazbusse geben. Einer fährt von Offenbach Ost zum Frankfurter Flughafen. Der Zweite verkehrt zur besseren Verknüpfung zwischen Offenbach-Kaiserlei, Frankfurt Ostbahnhof und der U-Bahnhaltestelle Zoo.

An fast allen gesperrten Haltestellen kann man auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Ausnahme bildet die Haltestelle Taunusanlage, die aber in Laufweite vom Hauptbahnhof und der U-Bahnhaltestelle Alte Oper ist.

(Beide Grafiken aus der Frankfurter Rundschau)

U5-Verlängerung ins Europaviertel

Am 16. Juli soll der Frankfurter Stadtrat über die Verlängerung der U5 ins Europaviertel abstimmen.

Zur Zeit endet die U5 am Haupbahnhof und fährt von dort nach Preungesheim. Sie wird derzeit auf dem oberirdischen Streckenabschnitt barierrefrei ausgebaut.

Doch jetzt plant die VGF und die Stadt Frankfurt die straßenbahnähnliste U-Bahnlinie Frankfurts auch noch ins Europaviertel im Westen der Stadt zu verlängern.

Grafik der U5-Neubaustrecke im Westen von Frankfurt (Quelle: Frankfurter Rundschau)
Grafik der U5-Neubaustrecke im Westen von Frankfurt (Quelle: Frankfurter Rundschau)

Die Neubaustrecke beginnt kurz hinter der Haltestelle Hauptbahnhof der U4 und U5. Dort gibt es schon eine Bauvorleistung für den Abzweig der neuen Strecke, da diese beim Bau der B-Strecke schon berücksichtigt wurde. Der erste Halt auf der Strecke ins Europaviertel wird die unterirdische Halstestelle Güterplatz sein. Danach taucht die U-Bahn in Mittellage in der Europa-Allee über eine lange Rampe auf und hält direkt anschließend am oberirdischen Haltepunkt Emser Brücke. Danach folgt die vorletzte Haltestelle Europagarten. Im Anschluss soll die U-Bahn in einem gemeinsamen Tunnel, den sie sich mit dem Individualverkehr teilt, den namensgebenden Europagarten unterqueren. Nach der Unterfahrung des Europagartens folgt die Endhaltestelle Wohnpark.
Das Projekt soll 281 Millionen Euro kosten, von denen der Bund die Hauptkosten trägt. Die Bauleitung wird die VGF haben.

Tag der Verkehrsgeschichte in Frankfurt

Heute ist der Tag der Verkehrsgeschichte in Frankfurt.

Zum heutigen Anlass lässt die VGF zwei Trambahnsonderlinien mit historischem Fahrzeugpark fahren. Die Linie A fährt jede Stunde vom Verkehrsmuseum in Schwanheim über den Südbahnhof zur Hugo-Junkers-Schleife. Die andere Linie B fährt ebenfalls von Schwanheim zum Rebstockbad. Ebenso fährt ein historischer Omnibus (Linie C) in einer Rundlinie vom Verkehrsmuseum übers Feldbahnmuseum, dem U-Bahnhof Kirchplatz, dem Eisernen Steg  und dem Südbahnhof wieder zurück nach Schwanheim. 

Es gibt noch einen Pendelverkehr auf der Frankfurter Hafenbahn zwischen Eiserner Steg und Europäischer Zentralbank (EZB) und einen weiteren Pendelzug vom Frankfurter Südbahnhof über den Hanauer Hauptbahnhof zum Bahnbetriebswerk Hanau, auf Grund des Lokschuppenfests in Hanau. Auf der Hafenbahn fährt ein Schienenbus der Historischen Eisenbahn Frankfurt und nach Hanau fahren Dampfloks der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Wegen dem Lokschuppenfests in Hanau gibt es auch noch einen historischen Buspendel zwischen Hanau Hbf und Hanau Bw.

Außerdem fährt noch die Rebstöcker Wald-Feldbahn mit einer mehr als 100 Jahre alten Dampflok, vom Feldbahnmuseum nach Rebstöcker Wald.

Zusätzlich zu den beiden geöffneten Museen (Straßenbahnmuseum Schwanheim und Feldbahnmuseum), gibt es noch eine Ausstellung im U-Bahnhof Kirchplatz in Bockenheim.    

Grafik aus der Frankfurter Rundschau. 

Hochbahnsteige… Musterschule?

Seit Jahren steht der barrierefreie Ausbau der U5 in Frankfurt auf dem Program der VGF. Jetzt ist es endlich so weit, alle Bahnhöfe auf der nördlichen U5 werden umgebaut. Doch ist dafür an der Haltestelle Musterschule eigentlich kein Platz. Die Lösung der VGF sieht vor die Haltestelle in eine angrenzende Kreuzung zu verschieben. Diese Verschiebung würde aber drei Seitenstraßen von der Eckenheimer Landstraße abschneiden. Somit würde die verkehrliche Erschließung des Viertels beeinträchtigt werden.

Einige Frankfurter Bürger sind gegen diese Verschiebung der Bahnsteige und haben deswegen eine Bürgerinitiative gegründet, die beinhaltet dass der Halt Musterschule aufgelassen wird und 120 Meter davon entfernt im Tunnelmund der Konstablerwache/B-Strecke ein neuer U-Bahnhof mit Hochbahnsteigen, namens Maingau, erstellt wird. Dieser Halt würde prinzipiell mehr Platz und Freiraum beinhalten. Doch würde sich der Fußweg für die Fahrgäste der jetzigen Haltestelle Musterschule um einiges verlängern. Genaueres zu dieser Initiative findet ihr hier.

Mich würde interessieren, was ihr so über die zwei Möglichkeiten denkt? Wenn ihr einen interessanten Aspekt zu diesem Beitrag habt, schreibt doch einfach mal ein Kommentar.

 Fahrplanwechsel 2014

Am heutigen 14. Dezember 2014 ist wieder Fahrplanwechsel!

München:
Die wichtigste Änderung in München ist die Wiedereröffnung des „Bockerls“, genauer gesagt der KBS 999.30 oder auch Ludwig-Thoma-Bahn genannt von Dachau nach Altomünster.

Wie schon erwähnt wird die ehemalige S-Bahn-Linie A zum Fahrplanwechsel ein Flügel der S2, der dann mit der Bauhreihe 420, die dann leider nur bis Dachau oder Hauptbahnhof fahren wird, weil sie wegen fehlender LZB nicht durch die Stammstrecke darf, und der Baureihe 423 abwechselnd betrieben wird.

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Steckbrief: Der Olympiatriebzug ET 420 „Back in Munich“

Die Baureihe 420 der DB AG wurde für die S-Bahn-Systeme in München, Frankfurt und Stuttgart entwickelt.

ET 420 001, der Erstling der Baureihe, bei einer Sonderfahrt
ET 420 001, der Erstling der Baureihe, bei einer Sonderfahrt
 
Der Olympiatriebzug fuhr und fährt in München, Frankfurt, Stuttgart, Rhein-Ruhr und sogar in Stockholm.

Es wurden 480 Fahrzeuge in 8 Bauserien hergestellt. Derzeit sind circa 200 Einheiten noch im Bestand.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Er hat eine Länge von 67 Metern und eine Breite von 3 m. Sein Gewicht schwankt je nach Bauserie zwischen 130 bis 140 Tonnen. Im 420 können 194 Fahrgäste sitzend Platz nehmen.
Es können maximal 3 Einheiten in einem Zugverband verkehren. Jeder Triebwagen verfügt über eine 1. Klasse, außer Triebwagen die in München betrieben werden, da dort die S-Bahn zu stark frequentiert ist.

Der ET 420 ist derzeit noch in den Bahnbetriebswerken Essen, Frankfurt und Plochingen beheimatet. Ebenso sind jetzt wieder ein paar Fahrzeuge in München stationiert, da ab Fahrplanwechsel 2015 die Strecke Dachau – Altomünster wieder eröffnet wird. Die ehemals dieselbetriebene S-Bahn-Linie A von Dachau nach Altomünster wurde im letzten Jahr elektrifiziert und wird ab Dezember 2014 als Flügellinie der S2 mit ET420 betrieben werden. Ehemalige Betriebswerke in denen die Baureihe ein langjähriges Zuhause hatte, waren Düsseldorf, Esslingen und Stockholm.

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