Archiv der Kategorie: Bahn

München plant Flughafen-Express

Die Stadt München plant einen Flughafen-Express ins Erdinger Moos einzurichten. 

 
Der neue Express soll von der Haupthalle des Münchner Hauptbahnhofs über die Strecke der S1 zum Münchner Flughafen fahren. Er soll laut Stadtplanung ebenfalls im stark frequentierten unterirdischen S-Bahnhof des Flughafens halten. Die Reisezeit auf der Strecke über Laim zum Flughafen verkürzt sich damit um 10 Minuten auf eine halbe Stunde.

Um den Express noch schneller verkehren zu lassen, soll er nach der Modernisierung der S8 über diese Strecke verkehren. Doch gibt es dort ein Problem, entweder müsste der Flughafen-Express über den ebenfalls stark frequentierten Südring verkehren oder durch die Stammstrecke, doch in dieser ist derzeit für weitere Züge kein Platz. Um wieder Platz zu schaffen müsste die zweite Stammstrecke her und wann diese kommt steht immer noch in Frage.

Advertisements

Frankfurter S-Bahn steht in den Sommerferien still

In den hessischen Sommerferien wird die Stellwerkstechnik im kompletten Frankfurter Innenstadttunnel der S-Bahn Rhein-Main erneuert. 

 

Schon seit Fahrplanwechsel ist die S-Bahn im Innenstadtbereich nachts gesperrt, um die Signal- und Stellwerkstechnik schrittweise auszuwechseln.

Vom 25. Juli bis zum 25.August werden die Stationen Hauptbahnhof Tief, Taunusanlage, Hauptwache, Konstablerwache, Ostendstraße und Lokalbahnhof gesperrt.

Die Haltestelle Mühlberg ist nur vom 25.7. – 7.8.2015 gesperrt.

Das elektronische Stellwerk am Haupbahnhof wird bis 2018 erneuert. Die momentane Elektrotechnik ist bis zu 50 Jahre alt und ist im Jahre 1978 eröffnet worden. Die Modernisierung ist wichtig um die Anbindung der nordmainischen S-Bahn zu realisieren und dringend notwendig, da die Ersatzteile für das jetzige Stellwerk knapp werden.

24 Züge pro Stunde und Richtung in der Stanmstrecke befördern rund 60 Millionen Fahrgäste pro Tag. Bei sovielen Fahrgästen muss ein ausgeklügelter Ersatzfahrplan her. Die Stadt Frankfurt, der RMV, die VGF und die Deutsche Bahn haben in den letzten Tagen einen, ihrer Meinung nach ausreichenden, Schienenersatzverkehrsplan erstellt. Ob er funktioniert wird, wird sich zeigen. Doch lässt der RMV verlauten, dass er jederzeit auf Engpässe vorbereitet ist und er notfalls seinen Plan anpassen wird.

Im folgenden die Planungen für den SEV: 

 

S1: fährt alle halbe Stunde zwischen Wiesbaden und Rödermark-Ober Roden. Sie wird im Bereich des Stammstreckentunnels über den Südbahnhof nach Offenbach Ost umgeleitet. In Richtung Rödermark ist ein zusätzlicher Halt am Offenbacher Hauptbahnhof eingeplant.

S2: fährt ebenfalls alle 30 Minuten zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Niedernhausen sowie Offenbach-Kaiserlei bzw. Mühlberg nach Dietzenbach. Einzelne Fahrten in Tagesrandlage enden Offenbach Hauptbahnhof.

S3: fährt halbstündlich von der Galluswarte nach Bad Soden. Unverändert verkehrt sie zwischen Darmstadt und Frankfurt-Süd.

S4: fährt von 7 bis 21 Uhr zwischen Kronberg und Galluswarte, sonst endet sie am Hauptbahnhof. Montags bis Samstags gibt es Verstärkerzüge zwischen Frankfurt-Süd und Langen.

S5: alle halbe Stunde zwischen Hauptbahnhof und Friedrichsdorf, plus Verstärkerzügen zwischen Bad Homburg und Frankfurt-Rödelheim

S6: verkehrt alle 30 Minuten zwischen Friedberg und Frankfurt Hauptbahnhof.

S7: ist nicht betroffen von der Tunnelsperrung, da sie diesen planmäßig nicht befährt.

S8: ebenfalls halbstündlich zwischen Frankfurt Hbf und Wiesbaden Hbf. Der Streckenast nach Hanau entfällt.

S9: zwischen Wiesbaden und Frankfurt  sowie zwischen OF-Kaiserlei/F-Mühlberg und Hanau alle 30 Minuten.

U-Bahn und Tram: zusätzlich zu den planmäßigen U- und Trambahnfahrten wird es Verstärkungsfahrten, besonders auf der U4, geben.

Ersatzbus: Es wird zwei Erstazbusse geben. Einer fährt von Offenbach Ost zum Frankfurter Flughafen. Der Zweite verkehrt zur besseren Verknüpfung zwischen Offenbach-Kaiserlei, Frankfurt Ostbahnhof und der U-Bahnhaltestelle Zoo.

An fast allen gesperrten Haltestellen kann man auf andere Verkehrsmittel ausweichen. Ausnahme bildet die Haltestelle Taunusanlage, die aber in Laufweite vom Hauptbahnhof und der U-Bahnhaltestelle Alte Oper ist.

(Beide Grafiken aus der Frankfurter Rundschau)

Noch ein paar weitere Bilder der Rittner Bahn

Hier kommen jetzt noch ein paar Bilder des historischen Fahrzeugparks der Rittner Schmalspurbahn.

Seltenes Treffen von Triebwagen 2 und 11 in Maria Himmelfahrt (Fotograf: Martin Broy).
  Historische Triebwagenparade vor der Fahrzeughalle in Oberbozen (Fotograf: Martin Broy).
 Triebwagen 11 und eine ehemalige Zahnradbahnlokomotive der Rittner Schmalspurbahn – Das Einsatzgebiet der Lokomotive hat sich ganz schön verändert… Erst Vorspann der Triebwagen auf der Strecke von Bozen nach Maria Himmelfahrt… Jetzt Baudienstfahrzeug (Fotograf: Martin Broy).

Tag der Verkehrsgeschichte in Frankfurt

Heute ist der Tag der Verkehrsgeschichte in Frankfurt.

Zum heutigen Anlass lässt die VGF zwei Trambahnsonderlinien mit historischem Fahrzeugpark fahren. Die Linie A fährt jede Stunde vom Verkehrsmuseum in Schwanheim über den Südbahnhof zur Hugo-Junkers-Schleife. Die andere Linie B fährt ebenfalls von Schwanheim zum Rebstockbad. Ebenso fährt ein historischer Omnibus (Linie C) in einer Rundlinie vom Verkehrsmuseum übers Feldbahnmuseum, dem U-Bahnhof Kirchplatz, dem Eisernen Steg  und dem Südbahnhof wieder zurück nach Schwanheim. 

Es gibt noch einen Pendelverkehr auf der Frankfurter Hafenbahn zwischen Eiserner Steg und Europäischer Zentralbank (EZB) und einen weiteren Pendelzug vom Frankfurter Südbahnhof über den Hanauer Hauptbahnhof zum Bahnbetriebswerk Hanau, auf Grund des Lokschuppenfests in Hanau. Auf der Hafenbahn fährt ein Schienenbus der Historischen Eisenbahn Frankfurt und nach Hanau fahren Dampfloks der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Wegen dem Lokschuppenfests in Hanau gibt es auch noch einen historischen Buspendel zwischen Hanau Hbf und Hanau Bw.

Außerdem fährt noch die Rebstöcker Wald-Feldbahn mit einer mehr als 100 Jahre alten Dampflok, vom Feldbahnmuseum nach Rebstöcker Wald.

Zusätzlich zu den beiden geöffneten Museen (Straßenbahnmuseum Schwanheim und Feldbahnmuseum), gibt es noch eine Ausstellung im U-Bahnhof Kirchplatz in Bockenheim.    

Grafik aus der Frankfurter Rundschau. 

Die Rittner Schmalspurbahn

Im wunderschönen Südtirol auf fast 1000 Metern über dem Meeresspiegel liegt Oberbozen, der Startpunkt der Rittner Schmalspurbahn, die Teil des Südtiroler Verkehrsverbundes ist.

Wagen 24 im Endbahnhof Klobenstein
Wagen 24 im Endbahnhof Klobenstein
Wir starten mal wieder in der Vergangenheit:

Im Jahre 1907 wurde erstmals von Bozen aus hinauf auf den Ritten, genauer gesagt nach Maria Himmelfahrt eine Zahnradbahn gebaut, um die Berge rund um Bozen für den Tourismus zugänglich zu machen. Im selben Jahre wurde zur örtlichen Erschließung des Ritten eine Straßenbahn gebaut. Diese führt von Maria Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein. Früher konnte man, indem vor den Triebwagen der Straßenbahn eine Zahnradbahnlokomotive gespannt wurde, direkt von Bozen bis nach Klobenstein fahren. 1966 kam dann jedoch das Aus für die Zahnradbahn und sie wurde durch eine klassische Seilbahn ersetzt. Seitdem kann man von Bozen, ohne Wartezeit, nach Oberbozen fahren.

Die Funivia del Reno fährt alle 4 Minuten von Bozen nach Oberbozen
Die Funivia del Reno fährt alle 4 Minuten von Bozen nach Oberbozen

Zwei Gondel der Rittner Seilbahn auf dem Weg ins Tal oder auf den Ritten
Zwei Gondel der Rittner Seilbahn auf dem Weg ins Tal bzw. auf den Ritten

Triebwagen 11 der Rittner Straßenbahn
Triebwagen 11 der Rittner Straßenbahn
Die Rittner Schmalspurbahn weiterlesen

Die älteste Hochgebirgsbahn Deutschlands – Die Wendelsteinbahn

1910 begann der Bau einer Zahnradbahn auf den Wendelstein. Die Idee kam von Otto von Steinbeis, einem Industriellen, der in Bosnien ein eigenes Kleinbahnnetz betrieb. Der Bau dauerte über zwei Jahre und wurde von 800 Arbeitern bewältigt. Sie mussten allein sieben Tunnel, acht Galerien und zwölf Brücken bauen.

Einer der zwei Triebwagen der Wendelsteinbahn in der Talstation
Einer der zwei Triebwagen der Wendelsteinbahn in der Talstation
Frontansicht des Triebwagens mit 100 Jahre Wendelsteinbahn Plakete
Frontansicht des Triebwagens mit „100 Jahre Wendelsteinbahn 1912-2012“ Plakete
Am 12. Mai 1912 fuhr der erste Zug der neu eröffneten Wendelsteinbahn. Somit ist die Wendelsteinbahn die älteste Hochgebirgsbahn Deutschlands und die älteste Zahnradbahn Bayerns.

IMG_1022

IMG_1023

Die älteste Hochgebirgsbahn Deutschlands – Die Wendelsteinbahn weiterlesen

Funiculaire de Crans-Montana – Die längste oberirdische Standseilbahn der Welt

In der Schweiz, im französischen Teil des Wallis liegt Sierre, zu deutsch Sieders. Von dort startet die längste oberirdische Standseilbahn der Welt hinauf nach Crans-Montana, einem der bekanntesten Skigebiete des französischsprachigen Wallis.

 

 Einer der zwei Wagen der Standseilbahn im Bahnhof von Montana.
Funiculaire de Crans-Montana – Die längste oberirdische Standseilbahn der Welt weiterlesen

 Fahrplanwechsel 2014

Am heutigen 14. Dezember 2014 ist wieder Fahrplanwechsel!

München:
Die wichtigste Änderung in München ist die Wiedereröffnung des „Bockerls“, genauer gesagt der KBS 999.30 oder auch Ludwig-Thoma-Bahn genannt von Dachau nach Altomünster.

Wie schon erwähnt wird die ehemalige S-Bahn-Linie A zum Fahrplanwechsel ein Flügel der S2, der dann mit der Bauhreihe 420, die dann leider nur bis Dachau oder Hauptbahnhof fahren wird, weil sie wegen fehlender LZB nicht durch die Stammstrecke darf, und der Baureihe 423 abwechselnd betrieben wird.

 Fahrplanwechsel 2014 weiterlesen

Steckbrief: Der Olympiatriebzug ET 420 „Back in Munich“

Die Baureihe 420 der DB AG wurde für die S-Bahn-Systeme in München, Frankfurt und Stuttgart entwickelt.

ET 420 001, der Erstling der Baureihe, bei einer Sonderfahrt
ET 420 001, der Erstling der Baureihe, bei einer Sonderfahrt
 
Der Olympiatriebzug fuhr und fährt in München, Frankfurt, Stuttgart, Rhein-Ruhr und sogar in Stockholm.

Es wurden 480 Fahrzeuge in 8 Bauserien hergestellt. Derzeit sind circa 200 Einheiten noch im Bestand.
Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Er hat eine Länge von 67 Metern und eine Breite von 3 m. Sein Gewicht schwankt je nach Bauserie zwischen 130 bis 140 Tonnen. Im 420 können 194 Fahrgäste sitzend Platz nehmen.
Es können maximal 3 Einheiten in einem Zugverband verkehren. Jeder Triebwagen verfügt über eine 1. Klasse, außer Triebwagen die in München betrieben werden, da dort die S-Bahn zu stark frequentiert ist.

Der ET 420 ist derzeit noch in den Bahnbetriebswerken Essen, Frankfurt und Plochingen beheimatet. Ebenso sind jetzt wieder ein paar Fahrzeuge in München stationiert, da ab Fahrplanwechsel 2015 die Strecke Dachau – Altomünster wieder eröffnet wird. Die ehemals dieselbetriebene S-Bahn-Linie A von Dachau nach Altomünster wurde im letzten Jahr elektrifiziert und wird ab Dezember 2014 als Flügellinie der S2 mit ET420 betrieben werden. Ehemalige Betriebswerke in denen die Baureihe ein langjähriges Zuhause hatte, waren Düsseldorf, Esslingen und Stockholm.

Steckbrief: Der Olympiatriebzug ET 420 „Back in Munich“ weiterlesen